Mit dem Stromanbieterwechsel Beiträge senken
Die Preiserhöhung zum Januar 2010 sorgt zurzeit für viel Verdruss. Kein Wunder, schließlich finden 80 Prozent der Verbraucher beim Stromtarif den Preis entscheidend, das ergab eine Umfrage von Stiftung Warentest. Neben Vattenfall und EWE planen bis zu 46 regionale Versorger, die Preise bis zu 10,7 Prozent anzuziehen. Anders als noch vor einigen Jahren, können jetzt jedoch die Verbraucher ihren Unmut Ausdruck verleihen, in dem sie zu einen anderen Stromanbieter wechseln. Auswahl gibt es genug: Über 900 Stromversorger bieten bundesweit ihre Tarife an. - Das macht es nicht gerade einfacher, den richtigen Tarif zu finden. Worauf kommt es beim Strom- und
Tarifvergleich an?
Kunden sollten für den
Stromvergleich zunächst die letzte Stromrechnung zur Hand haben. Sie liefert alle Angaben, die nötig sind: Jahresverbrauch, Grundgebühr und Arbeitspreis. Für den Vergleich bieten sich Tarifrechnern im Internet an; hier lieferten
Verivox und Wer-ist-billiger.de bei Stiftung Warentest die verlässlichsten Resultate. Für den Vergleich sind nur zwei Eingaben in den Tarifrechner erforderlich: die Postleitzahl und Jahresstromverbrauch. Dazu stehen verschiedene Suchfilter bereit, mit denen der Kunde die Suchergebnisse eingrenzen kann. So kann der Kunde zum Beispiel nur Ökostromanbieter berücksichtigen oder Unternehmen, die keine Vorkasse verlangen. Beim Tarifvergleich entscheidet auch der Jahresstromverbrauch darüber, ob sich ein Angebot lohnt oder nicht.
Er setzt sich zusammen aus dem Grund- und aus dem Arbeitspreis. Wer einen Einzelhaushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 1500 Kilowattstunden führt, kann von niedrigen Festkosten pro Kilowattstunde profitieren. Eine vierköpfige Familie mit 4000 Kilowattstunden Verbrauch, sollte dagegen einen Tarif wählten, der den Arbeitspreis an den Verbrauch koppelt. Die meisten Stromversorger berechnen den Arbeitspreis pro Kilowattstunde und den Grundpreis monatlich. Wer einen hohen Stromverbrauch hat, sollte daher einen Anbieter wählen, bei dem der Arbeitspreis mit höherem Verbrauch sinkt. Auch Preisgarantien und Wechselprämien können sehr lukrativ sein. Hier sollte der Suchende allerdings nicht vergessen, dass sie nur befristet gültig sind. Deshalb sollte er sie für den Stromvergleich vom Beitrag abziehen.
Beim Tarifvergleich sind neben dem Preis auch die Vertragslaufzeit und die Abrechnungsweise wichtig. Einige Anbieter verlangen eine Zahlung in Vorkasse, die sich für den Stromverbraucher weniger lohnen. Schließlich entgegen ihm für die Summe die Zinserträge eines Jahres. Außerdem geht er das Risiko ein, das er hinter sein Geld hinterherläuft, falls er weniger Strom verbraucht als erwartet. Kurze Laufzeiten und Kündigungsfristen haben den Vorteil, dass er schnell wieder aus dem Vertrag aussteigen kann, sollte sich der Strompreis erhöhen. Für die Kündigung gilt meist eine Frist bis zu drei Monaten. Kündigt der Kunde nicht innerhalb der vereinbarten Frist, verlängert sich der Vertrag automatisch um eine weitere Laufzeit.